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Sehr geehrte Damen und Herren,
auch wenn es inzwischen wohl keiner mehr hören will, möchte ich hier nur einen kleínen Beitrag zur BUGA-Brücken-Debatte in Rathenow leisten. Einfach nur mal den Artikel der Volksstimme lesen, in dem der Werdegang der Brücke in Magdeburg schön beschrieben wurde. Die stadt diskutiert doch gerade den Haushalt - da sollte man mal überlegen, die im Artikel beschriebenen Kosten für die Zukunft einzuplanen.
schöne Grüße K S 15.08.2011 (Volksstimme/Aus der Landeshauptstadt 15.8.2011)
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Der B-Plan Weinberg Rathenow vereinigt im Wesentlichen vier verschiedene Ziele:
1. Für die zur BUGA 2015 vorgesehenen Bauprojekte auf dem Weinberg (Gaststätte am Bismarkturm und Brücke über die Havel) müssen Ausgleichsflächen nachgewiesen werden. Dazu bedient man sich der Einfachheit halber und weil man Kleingärten schon immer als Bauerwartungsland betrachtet hat des Rückbaus von Kleingärten. Es ist auch die billigste Lösung.
2. Drei Kleingartenanlagen sollen aufgewertet werden, weil angeblich seit 1990 eine Umwandlung vom Kleingartencharakter in einen Erholungscharakter durch Schwarzbautätigkeit stattgefunden hat. Dabei wird zwischen den einzelnen Anlagen nicht differenziert. Der Zweck ist es, der Stadt Mehreinnahmen zu sichern, denn die Pachten würden auf das 15-20-fache steigen. Betroffen sind 131 Gärten. Die Stadt schätzt demnach ein, dass sich künftig ein Mehrbedarf an Erholungsgrundstücken einstellen wird. Auf Grund des niedrigen Lohnniveaus in der Region kann dieser Mehrbedarf jedoch nur von Auswärtigen getragen werden. Von den jetzigen Kleingärtnern wird ein großer Teil die Umwandlung in Erholungsgrundstücke nicht tragen können. Neben der Pachterhöhung sind dann auch die Straßenausbaugebühren zu zahlen, die gegenwärtig wegen des Kleingartenstatus gestundet sind. Alle drei Anlagen wurden als Kleingartenanlagen geplant. Die bauliche Entwicklung war 1990 weitestgehend beendet. Die als Erholungsanlage bereits geplante und auch so realisierte Anlage Havelweg mit 9 Gärten wird jedoch plötzlich eine Dauerkleingartenanlage, obwohl der Untergrund die vorgeschriebenen Anbauflächen für gärtnerische Produkte gar nicht hergibt. 4 Wochenendgärten werden geschliffen. Das paßt alles nicht zusammen und ist schlecht recherchiert.
3. Das Schleifen von Kleingartenanlagen am Rande des NSG ist langfristig nicht zu verhindern. Das entspricht der Landesplanung. Hier jedoch von einem Generationenproblem zu sprechen ist unredlich. Ausgleichsflächen müssen in kurzen Fristen nach der Fertigstellung der Bauten, die den Ausgleich hervorrufen, hergerichtet werden. Das bedeutet, das die Ausgleichsflächen wahrscheinlich noch im Planungszeitraum bis 2020 in Anspruch genommen werden müssen. Die Stadt setzt voraus, dass die Stadt dem Zwischenpächter vorschreiben kann, welche Gärten verpachtet werden und welche nicht. Das ist jedoch ein Irrtum. Es bestehen gültige Verträge. Die Kündigung der Verträge ist an die Bedingungen des Bundeskleingartengesetzes gebunden. Der Zwischenpächter ist gehalten bis zum Vertragsende die Gärten zu verpachten, damit er selbst nicht Pleite geht.
Welche Gärten tatsächlich verpachtet werden können regeln Angebot und Nachfrage. Zweck dieses Irrtums ist, den Abgeordneten vorzugaukeln, der Rückbau der Kleingartenanlagen wäre für die Stadt kostenlos. § 11 Bundeskleingartengesetz sagt dazu aber ganz etwas anderes aus. Daran werden wir uns halten.
Der B-Plan ist billig, seine Umsetzung wird der Stadt auch beim Rückbau von Kleingärten eine Menge Geld kosten. Es sind 74 Gärten zum Rückbau vorgesehen. Die zu erwartenden Entschädigungskosten bewegen sich um die 400 T€. Zusätzlich muß die Stadt den Abriß und die Entsorgung bezahlen.
Wegen der zu erwartenden Kosten ist offenbar der Vertragspassus der Schadenersatzforderungen in den Blickpunkt des Interesses geraten. Die Kleingärtner sollen den ganzen Kostenberg tragen. Das die Stadt damit die Ärmsten trifft, scheint den Abgeordneten nicht klar zu sein.
Unverständlich ist auch, dass die 19 Gärten an der Heidefeldstraße, die als Dauerkleingartenanlage ausgewiesen werden, nicht vom Verband verpachtet werden. Stellt sich die Frage, ob der Verband bewußt geschwächt werden soll.
4. Die 14 Kleingärten an der Kothlanke sollen geschliffen werden, um das Havelufer zugänglich zu machen. Im ersten Augenblick ein verständliches Ziel. Doch es wird nur dieser Teil des Ufers freigemacht. Weder die Wohn- und Gewerbehäuser am Stadtkanal noch der Wassersport und erst recht nicht das westliche Havelufer werden zugänglich gemacht. Vor den Kleingärten im Altarm existiert ein Biotop von Wasserpflanzen. Der Wassersport ist durch einen Zaun abgegrenzt. Wohin soll der Weg am Havelufer überhaupt führen? Welcher Spaziergänger nutzt wohl eine Sackgasse? Die Begründungen des Planers sind fadenscheinig. Zu vermuten ist hier eine Klientelpolitik, die beabsichtigt, das attraktive Stück des Havelufers in diesem Bereich honorigen Klienten zur Verfügung zu stellen. Wenn man denn einen Uferweg will, braucht man nur die erst vor wenigen Jahren an die Kleingärtner verpachtete Fläche direkt am Ufer wieder aus dem Pachtvertrag herausnehmen und den Weg herstellen. Das kostet fast nichts. Dass Kleingärten ein Fremdkörper in der Natur sind ist unumstritten. Aber der Wassersport und die Häuser am Havelweg sind es genauso und die Bebauung am westlichen Ufer ist erst recht ein Fremdkörper, denn dort ist die Grundflächenzahl wesentlich höher als 0,1.
Kurzfazit:
Der Bebauungsplan ist eine Vorlage für die bessere Vermarktung der attraktiven Grünflächen am Weinberg an zahlungskräftige meist auswärtige Investoren. Die Stadt wird aber in Zukunft mehr arme und alte Menschen haben, die sich diesen Luxus nicht werden leisten können. Der Plan dient nicht dem Wohl der Bürger Rathenows.
Standpunkt:
Wir sind bereit Opfer für die BUGA zu bringen, wenn es denn nach dem Bundeskleingartengesetz geregelt wird. Wir werden uns der Umwidmung von Kleingärten in Erholungsgärten nicht versperren, wenn es sich tatsächlich um Erholungsgärten handelt und eine Korrektur dem Kleingärtner nicht zugemutet werden kann.
Wir werden uns aber einer unausgewogenen Planung widersetzen, die großflächig Kleingärten vernichten will, weil sie ein Fremdkörper in der Natur sind und weil große Umweltschäden vermutet werden. Das ist tendenziöse und demagogische Politik, die aus einem falschen Verständnis des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur herrührt.
Wir werden unsere attraktivsten Kleingärten nicht kampflos aufgeben. Auch kleine Leute müssen die Möglichkeit haben, ihr Hobby an den schönen Orten der Gegend auszuüben.
Kleingärten sind wesentlich besser als ihr Ruf, den ein Planer gebetsmühlenhaft im B-Plan wiedergibt. Die Verseuchung von Grund und Boden und des Grundwassers sind wesentlich geringer als in herkömmlicher Land- und Forstwirtschaft. Lärm und Bewegung können eingeschränkt werden, wenn der Weg von der Wohnung zum Garten sehr kurz ist wie hier am Weinberg. Kleingärten haben eine um ein Vielfaches höhere Artenvielfalt als jedes andere Städtische Grün. Das hat eine Studie des Bundes eindrucksvoll belegt. Wenn der Planer bei Kleingärten von relativ gering durchgrünten Flächen spricht, zeigt er wessen Kind er ist. Kleingärten sind kein naturbelassenes Grün aber sie sind Grünflächen, die wesentlich zu Mikroklima der Stadt beitragen und das nicht nur kostenlos für die Stadt, sondern sie werfen zusätzlich noch Pachteinkünfte ab und ermöglichen eine Betätigung der Bürger in der Landschaft was in einem Park verboten ist.
Wir wenden uns an die Abgeordneten aller Partei, dafür zu sorgen, dass der B-Plan Weinberg Rathenow auf die notwendigen Entwicklungen zur BUGA beschränkt wird und die Landesplanungen zum NSG behutsam über einen langen Zeitraum umgesetzt werden.
Leserbrief von der Schatzmeisterin des Kleingartenverbandes Westhavelland e.V. Frau Welzer
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Pilgerreise nach Israel
Wir waren vom 18.März bis zum 21. März 2010 in Israel. Das Schalom-Hotel im Westteil von Jerusalem bot natürlich nur koscheres Essen. Vor dem riesigen Speisesaal gab es drei Waschbecken mit den typischen zweihenkligen Töpfen für die rituelle Händewaschung vor dem Essen. Zum Frühstück gab es Milch und Käse aber keine Wurst oder Fleischspeisen, denn nach jüdischem Glauben müssen Töpfe, Teller und Besteck für Milchspeisen und Fleischspeisen gesondert aufbewahrt und benutzt werden. Am Abend gab es dann Fisch, Rindfleisch und Lamm aber keinen Käse und keine Milchprodukte. Die Puddings, die es am Abend gab, waren aus Sojamilch gekocht. Das Hotel hatte Magnetkarten, mit denen die Zimmertüren geöffnet wurden. Unter dem Schlitz für die Magnetkarten befand sich aber ein herkömmliches mechanisches Schloss, dass am Sabbat von den frommen Juden benutzt wurde. Denn am Sabbat darf nicht gearbeitet werden, kein Feuer angezündet werden und keine elektrischen Geräte eingeschaltet werden wie Telefone, Computer oder eben elektrische Türöffner mit Magnetkarte. Die Sabbatkerzen müssen von der Hausfrau zwei Stunden vor Sonnenuntergang angezündet werden, denn am Freitag bei Sonnenuntergang beginnt der Sabbat und endet am Samstag bei Sonnenuntergang. In Jerusalem waren wir auf dem Ölberg, in der Grabeskirche und an der Klagemauer. An der Klagemauer konnten wir das Bar Mitzwa –Fest miterleben. Bei dem Bar Mitzwa-Fest werden die 13-jährigen Jungen in die jüdische Gemeinde aufgenommen, indem sie das erste Mal öffentlich zusammen mit dem Rabbi aus der Tora (Altes Testament der Bibel) lesen dürfen. Das ist ein großes Fest bei den Juden, das bei uns der Konfirmation entsprechen würde. Die Jungen benutzen dabei einen silbernen Lesegriffel, um das Wort Gottes nicht mit den Fingern berühren zu müssen. Die Juden bewegen sich beim Gebet in schaukelnd hin und her, weil der ganze Körper mitbeten soll. In einem Teil der Altstadt von Jerusalem wohnen die orthodoxen Juden, die mit Hut und Kaftan bekleidet durch die Straßen eilen. Sie haben Schläfenlocken und lange Bärte und die Frauen tragen, wenn sie verheiratet sind, eine Haarbedeckung und die Kinder eine Kippah (kleine Kappe als Kopfbedeckung). Wir besuchten auch das Coenaculum auf dem Zionsberg. Das ist ein kleiner Saal, in dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Mal zu Abend gegessen hat, ehe er gekreuzigt wurde. Dort haben sich auch die Jünger zu Pfingsten versammelt, als der Heilige Geist über sie kam. Die Reisegruppe, der wir angehörten, fuhr natürlich auch zum Toten Meer und zu den Höhlen von Qumran, wo die ältesten biblischen Schriften gefunden wurden. Es durfte auch Kapernaum nicht fehlen, wo Jesus in der Synagoge gepredigt hat und der Berg der Seligpreisungen am See Genezareth sowie die Brotvermehrungskirche, wo Jesus 5000 Menschen mit zwei Broten und fünf Fischen satt gemacht hat. Nach einer Fahrt über den See Genezareth gab es in einem Kibbutz am Fuße der Golanhöhen den berühmten Petrusfisch zu essen. Wir sahen die Ausgrabungen unter der Verkündigungskirche in Nazareth, wo Jesus aufgewachsen ist und natürlich die Geburtskirche in Bethlehem. Nach Bethlehem fährt man von Jerusalem zehn Minuten, muss aber dann durch die Mauer, die ca. acht Meter hoch ist. Die Grenzkontrollen erinnerten sehr an das geteilte Berlin. Es waren viele lebendige Eindrücke, die die Reise mit sich brachte. Viele Orte kannte ich nur dem Namen nach aus der Bibel. Es ist schon etwas anderes, wenn man sie einmal persönlich sehen kann. Insofern war es für mich eine unvergessliche Reise.
Viola Knackmuß
Rathenow
28.03.2010
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Bausteinspende für den Wiederaufbau
Am 21.12.2009 spendete Professor Dipl.-Ing. Hans Müller aus Berlin den Baustein Nr. 68 (100,00 €) für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Professor Müller ist der Enkel des berühmten Rathenower Baustadtrates Johann Friedrich Sprotte, der durch seine Arbeiten für die Stadt Rathenow bis heute sichtbare Zeichen seines Wirkens hinterlassen hat. Johann Friedrich Sprotte baute die Stadtschleusenbrücke neu, das Städtische Lyzeum, den Bismarckturm, die Milchzentrale und er entwarf einen Plan für eine Gartenstadt auf dem Weinberg. Am 26.03. 2010 überreichte der Förderkreis an Professor Müller die Bausteinurkunde und bedankte sich für die Spende. Eine Biografie von ihm findet man unter: www.rathenow.org/Der Förderkreis/Mitglieder/Prof. Dipl.-Ing. Hans Müller (Doppelklick).
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
Rathenow
26.03.2010
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Das Instrumentenkarussell drehte sich
Ausgangspunkt für diese Exkursion war das Hören der CD „Peter und der
Wolf“ und das intensive Gespräch der Kinder zu diesem Thema. Fragen zu
den verschiedenen Instrumenten und ihren Klängen tauchten dabei auf.
Welches Kind spielt schon ein Instrument, wer hat Interesse? Viele
Fragen. Daraufhin nahmen wir Kontakt zur hiesigen Musikschule auf und erhielten
die Möglichkeit, an einem Instrumentenkarussell teilzunehmen.
Anfang März wurden wir dann herzlich von den Lehrern der Rathenower
Musikschule begrüßt. Die Kinder konnten wählen, welche Instrumente sie
probieren wollten und hatten anschließend die Möglichkeit in kleinen
Gruppen die Musikräume und die Instrumente kennen zu lernen.
So erfuhren die Kinder, dass das Fagott, die Klarinette und die Oboe zu
den Holzblasinstrumenten zählen. Violine, Cello, Bratsche und Kontrabass
aber zu den Streichinstrumenten. Wir lernten diese zu halten und sie zum
Klingen zubringen, was uns mitunter nicht leicht fiel.
Beim Umgang mit dem Klavier zeigten einige Kinder viel Taktgefühl und
lauschten gespannt den einzelnen Klängen der Tonleiter.
Die Gitarre kennen die Kinder durch die Erzieherinnen, aber allein auf
dieser auch mal zu zupfen fanden sie spannend.
Das Schlagzeug wurde von allen Kindern mit großer Ausgelassenheit
probiert und der Lärmpegel konnte diese Freude nicht behindern.
Die Kinder fanden, dass dies ein besonderer Tag war. So viele
verschiedene Instrumente live zu sehen und sich auch auszuprobieren –
einfach prima.
Wir danken nochmals den Lehrern der Musikschule für diese Möglichkeit,
Kinder so für das Musizieren zu begeistern.
Bärbel Eue und Steffi Hartmann
Kita „Neue Schleuse“
Rathenow
24.03.2010
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Liebe Mitglieder des Förderkreises,
am 12.02.2010 fand die Auftaktveranstaltung zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche statt. Roland Schmidt vom vom
Westhavelland tv hat eine kurze Sequenz darüber aufgezeichnet. Wenn Sie die anschauen wollen:
www.whltv.de
und dann Die Kirche im WHL rechts das Viereck Kirche anklicken.
Der Reporter Eberhard Rabe hat diese Winteratmosphäre gut eingefangen.
Rathenow war tief verschneit. Es hatte lange nicht so einen kalten und schneereichen Winter gegeben. Am 12.02.2010 begann um 14:00 Uhr der Auftakt zur
großen Spendenaktion für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Kirche. Es war auch in der Kirche bitter kalt
(- 6 ° C), als Pfarrer Andreas Buchholz die kleine Gemeinde im Chorraum begrüßte. Es hatten sich nur wenige zu dieser Andacht eingefunden hatte. Aber es waren
Dr. med. Hans-Dieter Kriewitz aus Berlin und der Bürgermeister Roland Seeger gekommen. Pfarrer Andreas Buchholz sang mit der Gemeinde wegen der Kälte nur
die erste Strophe des Liedes:
Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
unendlich viel zugut und noch jetzund getan.
Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23.02.10
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Liebe Rathenowerinnen, liebe Rathenower,
am Mittwoch (24. Februar 2010) biete ich Ihnen wieder eine
Bürgersprechstunde an.
Ab 10 Uhr stehe ich im City Center für Ihre Fragen bereit.
Besonders einladen möchte ich diejenigen, die sich in der vergangenen Zeit
mit Leserbriefen an Zeitungen, bedauerlicherweise aber nicht an mich direkt
gewandt haben. Nutzen Sie am Mittwoch die Möglichkeit, von mir im
persönlichen Gespräch all die Antworten zu erhalten, die Ihnen wichtig sind.
Ich bedanke mich bei allen, die meine Bürgersprechstunde genutzt haben. Die
Gespräche mit Ihnen sind mir wichtig und haben mir viele Anregungen gegeben.
Dr. Hans-Jürgen Lemle 23.02.10
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2. Die Bischöfin Rosemarie Köhn aus Norwegen
Am 05.11.2009 gab ich zu meinem 65. Geburtstag einen Empfang in der Lutherkirche. Meine Frau Viola hatte Frikassee, Kartoffelsalat, Eiersalat, Schichtsalat und
belegte Brote vorbereitet. Es gab Kaffee und Kuchen und viele andere Leckereien. 53 Gratulanten kamen zum Empfang, natürlich auch der Bürgermeister Roland Seeger.
Inge und Wolfgang Schröder aus Wetter in Nordrhein-Westfalen waren mit dem Zug angereist und Wolfgang Schröder hielt eine Laudatio zu meinen Ehren und überreichte
mir die höchste Auszeichnung für Nichtmitglieder des Lions Clubs International, die Medal of Merit. Er hatte auch den Posaunechor bestellt, der den Empfang festlich
umrahmte. Nach dem Empfang sagte ich zu ihnen:“ Ich hole euch um drei viertel sechs von der Pension „ Zur Alten Stadtmauer“ ab. Dann können wir die Reste bei uns zu
Haus essen und gemütlich beisammen sitzen“. Als ich um drei viertel sechs mit dem Auto vorfuhr, kamen Inge und Wolfgang Schröder gerade von einem Spaziergang zurück
und Inge meinte: „ Drei viertel sechs ist doch viertel vor sieben oder?“ „ Aber nein“, antwortete ich, „ drei viertel sechs ist 17:45 Uhr.“ „ Ach“, sagte Inge, „ das
kennt man bei uns nicht. Warte mal, wir machen uns nur schnell frisch und dann kommen wir.“ Ich ging in die Pension, wo mich Susanne Sonderbo ansprach:“ Ich bin
Dänin, aber ich arbeite jetzt für die Bischöfin von Hamar in Norwegen. Wir kommen seit 2006 jedes Jahr nach Rathenow.“ „ Na, da können sie sich ja freuen“,
antwortete ich und nahm meinen Besuch an der Hand und fuhr mit ihm in die Röntgenstraße 13, wo wir einen kleinen Teil der Reste verspeisten und Kirchensekt tranken.
Nachdem wir auch reichlich erzählt hatten, brachte ich die beiden wieder zur Pension und sagte ihnen:“ Seid morgen mal um 11:00 Uhr an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, ich zeige euch, wie die Kreuzgewölbe im Mittelschiff aufgebaut werden“. Als ich am nächsten Tag um 11:00 Uhr meinen Besuch in der Kirche erwartete, kam die Bischöfin Rosemarie Köhn und Susanne Sonderbo mit, denn man hatte mit Schröders zusammen gefrühstückt und erfahren, dass sie zur Kirche gehen wollten. Ich fragte die Bischöfin: “Sprechen Sie Deutsch“? „Wenig“, meinte sie, “aber ich verstehe alles.“ Ich erklärte anhand eines Modells wie die Kreuzgewölbe mit Kreuzsteinen aufgebaut werden und wie zwischen den Rippenbögen aus Kreuzsteinen die Kappensteine für die Gewölbe gemauert werden, welche tiefe Symbolik das Mittelalter doch auch beim Bauen zeigte, indem man Kreuzgewölbe mit Kreuzsteinen mauerte. Dann fragte ich die Bischöfin: “Wollen Sie Mitglied im Förderkreis werden“? Und sie antwortete:“ Ja.“ Sofort wurde dann der Aufnahmeantrag ausgefüllt und ich fragte: „Bekomme ich auch eine Biografie von Ihnen?“ „Das zteht alles im Internet“, erwiderte Susanne Sonderbo. Auch gut, dachte ich und widmete mich
wieder meinen Gästen aus Nordrhein-Westfalen. Die Bischöfin und Susanne Sonderbo waren dann plötzlich nicht mehr da.
Als ich in den kommenden Tagen das Internet durchforstete, fiel ich bald um. Rosemarie Köhn, Bischöfin aus Hamar, in Norwegen ist eine weltberühmte Frau. Die
zweite Frau der evangelischen Kirchen weltweit, die als Bischöfin eingesetzt war und dazu noch in Rathenow geboren.
Dr. Heinz-Walter Knackmuß 04.02.10
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Mit Glauben und Vertrauen zum Ziel
Am letzten Sonntag im Januar versammelte sich die evangelische Kirchengemeinde in Rathenow nicht in der großen Lutherkirche, sondern in einem warmen kuscheligen
Raum des Kirchengebäudes, der so genannten Winterkirche. Vor der Winterkirche waren Garderobenständer aufgestellt und man konnte die Mäntel und Jacken ablegen, was
angenehm war. Dann wurde man im Kirchenraum von einer Kirchenältesten (Presbyterin) begrüßt und bekam ein Gesangbuch und ein neues Liederbuch. Das Gespräch drehte
sich nach der Begrüßung natürlich um das winterliche Wetter und dass es doch für manchen beschwerlich ist, den Gottesdienst bei Eis und Schnee zu besuchen. Ehe es
richtig losging, übte die Kantorin Hanna Seefeld ein neues Kirchenlied mit der Gemeinde, das im Gottesdienst gesungen werden sollte. Es war dann leichter zu singen,
weil man den Klang noch im Ohr hatte. Vor der Predigt gingen die Kinder mit einer brennenden Kerze zum Kindergottesdienst in einen anderen Raum. Pfarrer Andreas
Buchholz predigte an diesem Sonntag, Septuagesimä, über den Brief des Apostel Paulus an die Korinther. Septuagesimä bedeutet noch 70 Tage bis Ostern. Es geht darum,
dass Paulus den Menschen eine Sportgeschichte erzählt, nämlich wie ein Sportler im Stadium läuft, um den Sieg zu erringen. Pfarrer Andreas Buchholz hatte dazu ein
Foto an die Wand geworfen mit einem Ironman. Der Ironman Triathlon auf Hawai ist die härteste Sportart, die es gibt. Diese Eisenmänner oder Eisenfrauen müssen 3,86 km
schwimmen, danach 180,25 km Rad fahren und anschließend noch 42,195 km Marathon laufen. Das bedeutet schon, dass man seinen Körper gut trainiert haben muss, um ans
Ziel zu kommen. Es braucht dazu auch Glauben und Vertrauen. Vielen Menschen fehlt heute die Hoffnung auf den Sieg des Glaubens. Zum Schluss sang die Kantorin mit der
Gemeinde einen dreistimmigen Kanon auf den Text der Jahreslosung 2010: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Nach
dem Gottesdienst gab es noch Kaffee und wer wollte konnte noch etwas im Nebenraum der Winterkirche erzählen, ehe es auf den winterlichen Heimweg ging. Es war ein
wunderschöner Gottesdienst im weiß verschneiten Rathenow.
Viola Knackmuß, Rathenow 31.01.10
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Pfarrer-Andreas-Buchholz
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Aufsichtsrat wählt neuen Vorsitzenden
Der Wechsel an der Spitze des Optikpark-Aufsichtsrats hat für unsachliche Spekulationen und etliche Verschwörungstheorien gesorgt. Deshalb
möchte ich an dieser Stelle einige klärende Worte geben.
Der Gesellschaftsvertrag der Landesgartenschau 2006 gGmbH aus dem Jahr 2001 besagte: Gesellschafter der LAGA GmbH ist die Stadt Rathenow mit 75 %
und der Verein zur Förderung der Gartenschauen im Land Brandenburg mit 25 % der Anteile. Desweiteren legte der Vertrag in Paragraph 10 fest:
Der Bürgermeister der Stadt Rathenow ist als geborenes Mitglied Vorsitzender des Aufsichtsrates. Sein Stellvertreter ist der Vorsitzende des
Vereins zur Förderung von Landesgartenschauen im Land Brandenburg e.V..
Soweit der alte Vertrag.
Die Stadtverordnetenversammlung vom 24. September 2009 hat auf Basis einer Vorlage von Bürgermeister Seeger beschlossen, die Gesellschaftsanteile
des Vereins zur Förderung der Gartenschauen im Land Brandenburg zu übernehmen. Damit wurde gleichzeitig eine Änderung des Gesellschaftsvertrages
notwendig. In diesem Zusammenhang wurde auch der Name der Gesellschaft in Optikpark Rathenow GmbH geändert. Zusätzlich wurde in den Vertrag die
Vorbereitung der BUGA 2015 aufgenommen. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde gleichzeitig der alte Paragraph 10 geändert in:
Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte für die Dauer einer Kommunalwahlperiode einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter.
Am 17. Dezember 2009 fand aufgrund des neuen Gesellschaftsvertrages die 42. Sitzung des Aufsichtsrates statt, auf der eine normale und
selbstverständlich demokratische Wahl durchgeführt wurde. Bürgermeister Seeger wurde dort nicht wieder zum Vorsitzenden bestimmt.
Der jetzige Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Jürgen Lünser, seinem Stellvertreter Kurt Baldt und
den Mitgliedern Ronald Seeger, Manfred Lenz, Dieter Dombrowski, Jürgen Ebel, Karl-Reinhold Granzow und Wilfried Verter.
Die Wahl von Hans-Jürgen Lünser zum Vorsitzenden ist eine gute Entscheidung. Er hat seinerzeit die Landesgartenschau nach Rathenow geholt,
auch wenn sich andere damit geschmückt haben. Da ist es doch wohl mehr als gerecht, wenn Hans-Jürgen Lünser im Rahmen der gelungenen Nachnutzung
die Geschicke des Optikpark mit lenkt und auf diesem Wege noch einmal Anerkennung für sein früheres Wirken erhält.
Dr. Hans-Jürgen Lemle - 06.01.10
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